Abgasfrei unterwegs

So klappt´s mit der Elektromobilität.

Sie möchten für Ihr Elektrofahrzeug eine Ladeeinrichtung installieren? Das müssen Sie beachten:

Grundsätzlich ist der Anschluss von Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge anmeldepflichtig. Deren Inbetriebnahme bedarf darüber hinaus der vorherigen Zustimmung des Netzbetreibers, sofern die Summen-Bemessungsleistung 12 Kilovoltampere je elektrischer Anlage überschreitet. Wir empfehlen daher, vor Installation einer Ladeeinrichtungen mit einer Summen-Bemessungsleistung von mehr als 12 Kilovoltampere frühzeitig Kontakt zu uns aufzunehmen. 

Dazu senden Sie, der Grundstückeigentümer, bitte eine Mail an netzanschluss@ngn-mbh.de mit den folgenden Informationen:

  • die Adresse, an der die Ladeeinrichtungen (Wallbox, Ladesäule etc.) installiert wird
  • die Anzahl der Ladepunkte
  • die Summe der Ladeleistung in kW


Planen Sie die Errichtung einer Ladevorrichtung im Rahmen eines Neubauprojektes, so geben Sie diese bitte bei der Bestellung des Netzanschlusses an.

Die Errichtung einer Ladevorrichtung stellt eine Erweiterung der Kundenanlage dar und darf gemäß § 13 NAV nur durch ein Vertragsinstallationsunternehmen (VIU) ausgeführt werden, welches in unser Installateurverzeichnis oder das eines anderen Netzbetreibers eingetragen ist. Bei technischen Fragen wenden Sie sich bitte an einen dieser Installateure. Dieser berät Sie ausführlich und übernimmt dann die Anmeldung der Ladeeinrichtung über das Kundenportal der NGN

Der Betrieb einer nicht angemeldeten Ladevorrichtung ist unzulässig.

Information für VIU:

Wenn Sie als VIU in unser Installateurverzeichnis eingetragen sind, haben wir für Sie bereits ein Benutzerkonto im NGN Kundenportal erstellt. Nach dem Login haben Sie die Möglichkeit eine Ladevorrichtung zu melden. Bei Fragen zu diesem Thema erreichen Sie uns unter portal@ngn-mbh.de.

Sie sind noch nicht in unserem Installateurverzeichnis eingetragen? Stellen Sie den Antrag über das NGN Kundenportal. Information finden Sie hier.

FAQ für Ladeeinrichtungen

Ist die Installation von Ladesäulen bei Eigentümergemeinschaften oder als Mieter möglich?

Die Bereitstellung einer Lademöglichkeit auf privatem Grund fällt zunächst in die Zuständigkeit der Eigentümer/ Eigentümergemeinschaft. Die Einzelheiten dazu sind im Wohneigentumsmodernisierungsgesetz (WEMoG) geregelt. Lassen Sie daher bitte durch einen Elektriker prüfen, ob und wie eine Versorgung der Ladevorrichtung über die Gebäude-/Hausinstallation möglich ist. Über die Umsetzung hat dann die Eigentümergemeinschaft zu entscheiden.

Erst wenn der vorhandene Netzanschluss nicht ausreichend dimensioniert ist oder aber eine Versorgung der Ladevorrichtung aus der Gebäude-/Hausinstallation nicht möglich seien sollte, können Sie bzw. der Elektriker einen Antrag auf Leistungserhöhung oder auf einen zusätzlichen Netzanschluss stellen.

Gibt es eine Förderung für meine private Ladeeinrichtung?

Ja, für private Ladeeinrichtungen existieren Fördermöglichkeiten, beispielsweise von der KfW oder vom Land NRW. Bitte wenden Sie sich dazu direkt an die Fördergeldgeber.

Muss die Ladeeinrichtung angemeldet oder genehmigt werden?

Ob eine Ladesäule nur angemeldet oder vorab auch genehmigt werden muss, ist abhängig von der Leistung der Ladeeinrichtung:

  • Für Ladeeinrichtungen mit einer Leistung bis einschließlich 12 kVA sind Sie gesetzlich verpflichtet diese beim Verteilernetzbetreiber anzumelden.
  • Bei einer Ladeeinrichtung mit einer Leistung ab 12 kVA besteht zusätzlich eine gesetzliche Zustimmungs-/Genehmigungspflicht durch uns als Verteilernetzbetreiber. Wir überprüfen in diesem Fall ob die gewünschte Ladeleistung an Ihrem Netzanschluss zur Verfügung gestellt werden kann.

Wo kann ich die Ladeeinrichtung beziehen bzw. installieren lassen?

Wenden Sie sich dazu bitte an Ihr Elektroinstallationsunternehmen. Dies ist Ihr Ansprechpartner für die Rahmenbedingungen zur Auswahl sowie Montage der Ladeeinrichtung. Eingetragene Installationsunternehmen finden Sie hier.

Denken Sie bitte auch daran, dass Sie gesetzlich verpflichtet sind, Ihre Ladeeinrichtung bei uns als Verteilernetzbetreiber mindestens anzumelden.
Lassen Sie sich eine Ladeeinrichtung installieren, haben Sie zusätzlich die Möglichkeit, sich für eine netzdienliche Steuerung nach §14a EnWG zu entscheiden und damit ein reduziertes Netzentgelt in Anspruch zu nehmen (siehe Preisblatt).

Was bedeutet die netzdienliche Steuerung nach §14a des Energiewirtschaftsgesetzes?

Die netzdienliche Steuerung nach §14a EnWG besagt, dass wir als Verteilernetzbetreiber die Ladeleistung Ihrer Ladeeinrichtung temporär begrenzen dürfen. Wir stellen durch die Steuerung die Versorgung in unserem Netzgebiet Krefeld, Straelen und Wachtendonk sicher und vermeiden Engpässe oder Ausfälle der Versorgung.
Sie entscheiden selbst, ob Sie eine netzdienliche Steuerung Ihrer Ladeeinrichtung möchten. Mit Ihrer Entscheidung für eine netzdienliche Steuerung profitieren Sie von reduzierten Netzentgelten für die Ladung Ihres Elektroautos (siehe Preisblatt). Zusätzlich leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur Einbindung von erneuerbaren Energien in das Verteilernetz sowie die Minimierung von Netzausbaukosten.

Die Versorgung der Ladeeinrichtung wird für die netzdienliche Steuerung

  • zwischen 8.00 und 9.30 Uhr und zwischen 12.00 und 13.30 Uhr für jeweils eine halbe Stunde sowie
  • zwischen 16.00 und 19.00 Uhr für eine Stunde

unterbrochen.

Für den Betrieb der Ladeeinrichtung nach §14a EnWG wird, nach aktuellem Stand der Technik, ein separater Zähler mit Schaltuhr benötigt.
Zukünftig wird die Technik durch ein intelligentes Messsystem abgelöst. Bis es soweit ist, verbauen wir weiterhin Zähler mit einer separaten Schaltuhr. Die Technik ist über uns zu beziehen.
Im Inbetriebsetzungsauftrag Strom wählt ihr Installateur die Bedarfsart Ladesäule/Wallbox nach §14a aus, wenn Sie mit der Unterbrechbarkeit einverstanden sind. Wenn Sie keine Unterbrechung der E-Ladevorrichtung wünschen, wählt er hier Haushalt aus, so wird die Versorgung der Ladevorrichtung nicht unterbrochen und Sie erhalten keine separate Messung. Die weiteren Schritte und die Abstimmung mit uns übernimmt das Installationsunternehmen für Sie.

Kann ich einen Anschluss für eine Ladevorrichtung auf einem Garagenhof beantragen?

Im Zuge der Elektrifizierung des privaten PKW-Bestands bietet die NGN den Anschluss von Garagenhöfen an das Stromnetz der allgemeinen Versorgung. Allerdings wird aus wirtschaftlichen und technischen Gründen nur ein Anschluss pro Garagenhof gelegt. Sollte Ihre Garage in einem Garagenhof liegen, so sprechen Sie mit Ihrer Eigentümergemeinschaft, ob weitere Eigentümer ebenfalls an einer Ladeeinrichtung Interesse haben. Nach der Ermittlung des Gesamtbedarfs, sprechen Sie mit einem Elektroinstallateur über ein mögliches Anschlusskonzept. Durch die Planung des zukünftigen Bedarfs der Ladeeinrichtungen vermeiden Sie und Ihre Eigentümergemeinschaft unnötige und falsche Investitionen. Den Anschluss auf Gemeinschaftsgrund kann die Eigentümergemeinschaft oder ein Bevollmächtigter beauftragen.

Je Garage kann eine Messeinrichtung in einer Zähleranschlusssäule eingebaut werden. Damit kann für jede Garage der Verbrauch separat ermittelt und mit dem Energielieferanten abgerechnet werden. Die Messeinrichtung wird durch den Elektroinstallateur beantragt und montiert.