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Vergütung und Abrechnung für Stromeinspeisung aus Einspeiseanlagen

Die NGN wickelt für Sie die Vergütung und Abrechnung ihrer Stromeinspeisung aus Einspeiseanlagen, entsprechend den Grundlagen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes (KWK-G), ab. Wir erstellen im sogenannten Gutschriftsverfahren die Einspeiseabrechnung für Sie als Anlagenbetreiber. Sie brauchen sich also um nichts zu kümmern. Bitte beachten Sie das bei Neuanlagen alle erfordrelichen Unterlagen gemäß Checkliste der NGN vorliegen.

Hinweis: Strombezug und Stromeinspeisung stellen unterschiedliche Sachverhalte und Rollenverteilungen dar. Für ihren Strombezug aus dem Netz, ist ausschließlich ihr Stromlieferant zuständig. Das bedeutet ihre Strombezugsrechnungen, werden losgelöst von ihrer Stromeinspeisung abgerechnet und dabei weichen Ablese- und Abrechnungszeiträume gegebenfalls voneinander ab. Auch werden Strombezug und Stromeinspeisung nicht gegeneinander aufgerechnet, Sie erhalten also separate Abrechnungsbelege. Für die Erstellung ihrer Stromeinspeisevergütung sind wir, die NGN als Ihr verantwortlicher Stromverteilernetzbetreiber, zuständig. Hierbei gilt als Abrechnungszeitraum immer ein volles Kalenderjahr (Stichtag 31.12). Das heißt, Sie erhalten immer am Anfang eines Jahres, die Jahresabrechnung für das vorangegangen Kalenderjahr.

Welche Vergütungsbestandteile erhalte ich für Strom aus meiner EEG-Anlage?

Die Grundlage für einen Vergütungsanspruch, ist in der jeweils gültigen Fassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes geregelt. Die Höhe der Vergütung ist dabei von mehreren Faktoren abhängig. Hierzu gehören u.a. die Leistung der Anlage, das Inbetriebnahmedatum gem. §3 Nr.30 EEG und der Standort der Anlage (z.B. auf oder an einem Gebäude oder Freifläche).

Die Höhe der Einspeisevergütung unterliegt zusätzlich einer Degression, so dass neben der Anlagenleistung auch das Inbetriebnahmedatum Ihrer Anlage unbedingt mittels unseres Inbetriebnahmeprotokoll dokumentiert und uns mitgeteilt werden muss. Das Inbetriebnahmeprotokoll wird durch ihren verantwortlichen Elektroinstallateur/Errichter ausgefüllt, unterschrieben und der NGN eingereicht. Hierbei gilt, dass Ihre EEG-Anlage den für den Monat der Inbetriebnahme geltende Vergütungssatz, für die nächsten 20 Jahre erhält!

Die jeweiligen Vergütungssätze und Vergütungshöhen für EEG-Anlagen, ist auf der Seite der Bundesnetzagentur veröffentlicht. 

Tipp: Bitte besprechen Sie gemeinsam mit ihrem Elektroinstallateur das ausgefüllte Inbetriebnahmeprotokoll.

Welche Vergütungsbestandteile erhalte ich für Strom aus meiner KWK-Anlage?

Die Grundlage und Höhe für einen Vergütungsanspruch bilden, in der jeweils gültigen Fassung, das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-G).

Grundsätzlich besteht die Vergütung bei KWK-Strom aus drei Bestandteilen:

1. KWK-Zuschlag

Höhe und Zahlungsdauer des KWK-Zuschlages sind im KWK-G geregelt. Es ist davon abhängig:

  • welche elektrische Leistung die Anlage hat
  • ob die Anlage neu, modernisiert oder nachgerüstet ist

 

Wichtigste Voraussetzung für den Anspruch auf Auszahlung des KWK-Zuschlages, ist die Vorlage einer BAFA-Allgemeinverfügung oder eines BAFA-Zulassungsbescheides bei der NGN.

Wichtig: Ohne die BAFA-Nachweise ist es der NGN nicht erlaubt einen KWK-Zuschlag auszuzahlen. Entsprechende Nachweise senden Sie ausschließelich per E-mail an: einspeisung@ngn-mbh.de

 

2. Üblicher Strompreis

Den sogenannten üblichen Strompreis erhalten Sie nur für Strommengen, welche in unser Verteilernetz eingespeist wird.

Der übliche Strompreis wird auch als KWK-Index bezeichnet. Dieser Preis ändert sich quartalsweise und ist der durchschnittliche Preis für „Baseload-Strom“, welcher aus den Daten an der Strombörse EEX in Leipzig, aus dem vorangegangenen Quartal ermittelt wird.

 

3. vermiedene Netznutzungsentgelte

Ein vermiedenes Netznutzungsentgelt erhalten Sie gemäß §18 Strom NEV für in unser Verteilernetz eingespeiste Strommengen.

Die Höhe des Entgeltes ist dabei abhängig von der Netzebene, in welche ihre KWK-Anlage einspeist. Die NGN hat diese Entgelte in einem Referenzpreisblatt veröffentlicht.

Wie erhalte ich Zahlungen für meine Einspeisung?

Die Abrechnung für Stromeinspeisung erfolgt zwischen Ihnen als verantwortlicher Anlagenbetreiber und uns als Verteilernetzbetreiber. Die NGN benötigt lediglich ihre Bankdaten, Steuerdaten (Steuernummer und/oder Umsatzsteueridentifikationsnummer) sowie für eventuelle Rückzahlungen ein SEPA-Mandat von Ihnen.

Das vollständig ausgefüllte SEPA-Mandat sowie Steuerdaten senden Sie bitte ausschließlich an abrechnung-einspeiser@ngn-mbh.de.

Wichtiger Hinweis: Ihre erste Vergütungszahlung (Abschlag) erhalten Sie, nachdem der NGN alle notwendigen Unterlagen zur erfolgten Inbetriebnahme ihrer Erzeugungsanlage eingereicht wurden. Erst durch diese Unterlagen kann die NGN einen eindeutigen gesetzlichen Vergütungsanspruch ermitteln. Bitte beachten Sie ebenfalls ihre Meldepflichten (z.B.: Marktstammdatenregister, BAFA Bescheid bei KWK-Anlagen), um Zahlungen ohne Sanktionierungen zu erhalten.

Erhalte ich monatlich oder jährlich eine Abrechnung?

Ausschlaggebend, ob Sie eine monatliche oder eine jährliche Abrechnung erhalten, ist der bei Ihnen eingebaute Zähler. In der Regel erhalten Erzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung bis zu 100 kW einen monatlichen Abschlag. Denn bis zu dieser Anlagengröße werden hauptsächlich sogenannte Standardlastprofilzähler eingebaut. Diese können daher nicht durch die NGN fernausgelesen werden.

Anlagen, die dagegen mit einer registrierenden Leistungsmessung ausgestattet sind, erhalten eine monatliche Abrechnung, auf Basis der monatlich gemessenen Werte. Bei dieser Messung werden automatisch die abrechnungsrelevanten Daten und Werte an die NGN übermittelt. Eine gesonderte Ablesung der Zählerstände ist nicht erforderlich.

Wann werden Abschläge ausbezahlt?

Bestandsanlagen

Für Bestandsanlagen erhalten Sie maximal elf Abschläge pro Jahr. Die erste Zahlung erfolgt in der Regel im Februar bzw. im Monat nach Erstellung der Jahresgutschrift. Der Abschlag berechnet sich jedes Jahr neu und wird anhand der Zählerwerte aus dem Vorjahr ermittelt und wird zur Monatsmitte (für den laufenden Monat) angewiesen.

Haben sie für das neue Kalenderjahr noch keine Abschläge erhalten, prüfen Sie bitte folgende Punkte:

  • Haben Sie alle notwendigen Zählerstände ihrer Erzeugungsanlage zum 31.12. an uns übermittelt? Nur wenn Sie der NGN die Zählerstände ihrer Erzeugungsanlage übermittelt haben, kann ein neuer Abschlag berechnet und ausgezahlt werden.
  • Liegt ihnen bereits eine Jahresgutschrift für das vorangegangene Kalenderjahr vor?

 

Neuanlagen

Für unterjährig neu in Betrieb genommene Anlagen wird anhand von Erfahrungswerten ein Abschlag ermittelt, welcher zunächst bis zum Dezember ausgezahlt wird.

Ich habe seit meiner Neuinbetriebnahme noch keine Abschläge erhalten:

Wann wird mein Zählerstand abgelesen?

Die Ablesung der Zählerstände erfolgt eigenständig vom Anlagenbetreiber. Er selbst liest diese zum 31.12. eines jeden Jahres ab und übermittelt diesen an die NGN.

Hierzu versendet die NGN ab Dezember eine entsprechende Information an die Anlagenbetreiber. Bitte teilen Sie uns immer zum 31.12. eines jeden Kalenderjahres ihre für eine Abrechnung relevanten Zählerstände mit, so dass wir ihre Jahresgutschrift für ihre Einspeisung erstellen können.

Wichtiger Hinweis: Solange uns für das vorangegangene Kalenderjahr (31.12), keine Zählerstände von Ihnen vorliegen, können wir keine Jahresausgleichsgutschrift erstellen und die NGN kann ihnen für das folgende Kalenderjahr keine Abschläge ausbezahlen. Sie erhalten somit zunächst keine weiteren Zahlungen.

Wird für meine Stromeinspeisung ein Einspeisevertrag mit mir geschlossen?

Nein, die NGN bietet ihren Anlagenbetreiber für Stromeinspeisungen keinen Einspeisevertrag an. Dies ist gesetzlich auch nicht notwendig, da das Erneuerbare-Energien-Gesetz die wesentlichen Rechte, Ansprüche und Pflichten für Anlagenbetreiber und Netzbetreiber regelt.

Mein Finanzamt besteht auf Vorlage eines Einspeisevertrages

Es kann vorkommen, dass ihr Finanzamt einen Einspeisevertrag als Nachweis von Ihnen verlangt, um nachzuvollziehen, ob Sie mit ihrer Erzeugungsanlage unternehmerisch tätig sind. Denn beim Betrieb einer Erzeugungsanlage, speisen Sie Strom in unser Stromverteilernetz ein und erhalten aufgrund dessen eine Einspeisevergütung (Erlöse) von der NGN. Somit gilt das als gewerbliche bzw. unternehmerische Tätigkeit.

Hier empfiehlt es sich, den von uns gesendeten Abschlagsplan sowie ggf. eine Jahresausgleichsgutschrift als Nachweis bei ihrem Finanzamt einzureichen.