
Regelmäßige internetbasierte Information der
Verbraucher nach §46 Trinkwasserverordnung
Anschrift
NETZGESELLSCHAFT NIEDERRHEIN MBH
St. Töniser Straße 126, 47804 Krefeld
Wasserversorgungsgebiet
Stadtgebiet Krefeld
Anzahl der versorgten Personen
Wir beliefern ca. 220.000 Menschen in Krefeld
Leistungsfähigkeit des Wassersystems
Netzlänge: 836 Km
Wassermenge: 11 Mio. Kubikmeter/Jahr
Wir engagieren uns konsequent für den Ressourcenschutz in unserer Region und erhalten so die hervorragende Qualität unseres Wassers.
Das Krefelder Trinkwasser wird ausschließlich aus Grundwasser gewonnen. Grundwasser steht in ausreichender Menge und guter Qualität zur Verfügung. Es wird nur in der Menge gefördert, die durch die natürliche Grundwasserneubildung wieder ausgeglichen wird.
Zur Trinkwassergewinnung und -aufbereitung betreiben wir:
In den beiden Wasserwerken wird das Wasser schonend aufbereitet. Dabei werden dem Grundwasser Kohlensäure, Eisen und Mangan entzogen und es wird mit Sauerstoff angereichert. So entspricht das Trinkwasser jederzeit den strengen Anforderungen der Trinkwasserverordnung.
Im Normalfall ist eine Desinfektion des aufbereiteten Wassers nicht erforderlich. Sollte jedoch ausnahmsweise eine Notdesinfektion notwendig werden, kommt Chlorbleichlauge zum Einsatz.

Die hohe Wasserqualität in Krefeld sichern wir durch eine zusätzliche Enthärtung. Mit 13° dH bietet es mehr Komfort als härteres Wasser.
Das Grundwasser im Bereich der Niederrhein-Terrasse gehört zu den harten Grundwässern. Niederschlagswasser löst beim Versickern in den Erdboden Mineralien auf. Das Grundwasser enthält so einen hohen Anteil an Kalzium und Magnesium.
Aus diesem Grund nehmen wir seit 2013 zusätzlich zu den über die Trinkwasserverordnung vorgeschriebenen Maßnahmen eine Enthärtung des Rohwassers vor. Das Trinkwasser in Krefeld besitzt einen Härtegrad von 13°dH und liegt damit im Härtebereich „mittel“.
Dies verringert die Verkalkung der Installationen, spart Wasch- und Reinigungsmittel und senkt den Energieverbrauch bei der Wassererwärmung.
Infos über Risikomanagement
Als Betreiber einer kritischen Infrastruktur schützen wir die Anlagen und Netze vor potenziellen Risiken. Unser Handeln basiert dabei auf den Vorgaben der zuständigen staatlichen Behörden und den fachlichen Empfehlungen des DVGW.
Die regelmäßigen Untersuchungen des Trinkwassers werden nach den Vorgaben der Trinkwasserverordnung durchgeführt. Die Trinkwasseranalysen zeigen, dass die Qualitätsanforderungen sicher eingehalten werden.
Zur Sicherung der kritischen Infrastrukturen gegenüber möglichen Gefährdungen ist gemäß § 34 der Trinkwasserverordnung ein Risikomanagementsystem als Überwachungssystem bis zum 12.01.2029 aufzubauen. Hierbei wird der Blick auf die gesamte Prozesskette der Wasserversorgung vom Einzugsgebiet über die Rohwasserressource zur Wassergewinnung, der Aufbereitung, der Speicherung sowie der Verteilung bis hin zur Trinkwasser-Installation beim Verbraucher geschärft. In allen Teilbereichen der Wasserversorgung soll zukünftig eine Risikoabschätzung sowie ein Risikomanagement durchgeführt werden. Durch die Kontrolle der gesamten Prozesskette soll die Gefahr schädlicher Auswirkungen durch Umweltverschmutzung auf die menschliche Gesundheit sowie auf die Grundwasserressourcen weitestmöglich eingedämmt werden.
Technisches Sicherheitsmanagement (TSM)
Ende November 2025 hat die NETZGESELLSCHAFT NIEDERRHEIN MBH, die turnusmäßige, alle 6 Jahre stattfindende TSM-Überprüfung des DVGW erfolgreich abgeschlossen. TSM steht für Technisches Sicherheits-Management.
Wasserverlustzahlen (ILI)
Der Infrastructure Leakage Index (ILI) ist ein international anerkanntes Maß zur Bewertung der Effizienz eines Wasserversorgungsnetzes in Bezug auf Wasserverluste. Der ILI wird berechnet, indem der tatsächliche Wasserverlust mit dem theoretischen Mindestverlust (UARL) verglichen wird:
ILI = Tatsächlicher Wasserverlust / UARL
Klassifizierung ILI-Werte gemäß DVGW Arbeitsblatt W400
ILI < 2: Sehr effizient. Das Netz weist sehr geringe Wasserverluste auf, und weitere Maßnahmen zur Verlustreduktion sind möglicherweise unwirtschaftlich.
ILI 2–4: Effizient. Die Wasserverluste sind moderat, und Maßnahmen zur weiteren Reduktion sollten geprüft werden.
ILI > 4: Verbesserungsbedarf. Das Netz zeigt deutliche Ineffizienzen, und Maßnahmen zur Reduktion der Verluste sind erforderlich.
Wasserverlustzahl (ILI) im Wassernetz Krefeld:
ILI in 2025: Liegt noch nicht vor
ILI in 2024: Liegt noch nicht vor
ILI in 2023: Liegt noch nicht vor
ILI in 2022: 1,9

Im Bundesdurchschnitt liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei derzeit 125 Liter (Quelle: BDEW, 2022). Der Umgang mit Trinkwasser sollte grundsätzlich sorgsam erfolgen. Hier einige Tipps:
Allgemein:
Daher gilt:
Im Haushalt:
Im Garten:
Am Pool:

Wie gehe ich im Alltag richtig mit Trinkwasser um?
Frisches, klares Trinkwasser ist ideal zum Trinken sowie zur Zubereitung von Speisen und Getränken. Da Trinkwasser ein Naturprodukt ist, kann es sich bei längerer Stagnation in den Leitungen verändern – insbesondere bei steigenden Temperaturen.
Tipp: Lassen Sie das Wasser vor der Nutzung so lange laufen, bis es kühl und frisch aus dem Hahn fließt. Dies wird auch vom Umweltbundesamt empfohlen.
Vermeidung von Stagnation
Im öffentlichen Leitungsnetz sorgt die NGN dafür, dass es in den Versorgungsleitungen nicht zu Stagnation kommt. In Gebäuden ist der Betreiber der Trinkwasser-Installation (in der Regel der Hauseigentümer oder Vermieter) dafür verantwortlich, dass das Trinkwasser auf seinem Weg vom Wasserzähler zu den Zapfstellen hygienisch einwandfrei bleibt und die Anforderungen der Trinkwasserverordnung erfüllt werden.
Warum ist das wichtig?
Bei längerer Verweildauer des Wassers in den Leitungen können sich Stoffe aus den Materialien der Trinkwasserinstallation lösen. Steigende Temperaturen in den Leitungen können das Wachstum unerwünschter Keime fördern.
Was können Sie tun?
Nach längeren Standzeiten ohne Wasserentnahme (zum Beispiel nach einem Urlaub) sollten Sie alle Entnahmearmaturen (Kalt- und Warmwasser) nacheinander vollständig öffnen, um das stagnierende Wasser auszutauschen.
Achten Sie darauf, dass das Wasser kühl aus der Leitung fließt – dies ist ein Zeichen für frisches Wasser.
Maßnahmen bei längerer Nicht-Nutzung der Trinkwasser-Installation
Wenn die Trinkwasser-Installation für längere Zeit nicht genutzt wird, sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:
Zeit ohne Betrieb: mehr als 4 Wochen
Zeit ohne Betrieb: mehr als 6 Monate
Zeit ohne Betrieb: mehr als 1 Jahr
Mit diesen Maßnahmen stellen Sie sicher, dass Ihr Trinkwasser stets frisch, hygienisch und unbedenklich bleibt. Sollten Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
Der Trinkwasser-Tarif steht für Ausgewogenheit zwischen festen und variablen Preisbestandteilen:
Der Tarif besteht aus
Der Systempreis wird für Haushaltskunden nach Wohneinheiten berechnet, für gewerbliche Kunden nach Verbrauchsklassen.
Hier können Sie unser aktuelles Wasserpreisblatt herunterladen.