NGN
Trinkwasserverordnung NGN Wasserwerk

Informationspflichten nach Trinkwasserverordnung

Regelmäßige internetbasierte Information der
Verbraucher nach §46 Trinkwasserverordnung

Anschrift
NETZGESELLSCHAFT NIEDERRHEIN MBH

St. Töniser Straße 126, 47804 Krefeld

Wasserversorgungsgebiet
Stadtgebiet Krefeld

Anzahl der versorgten Personen
Wir beliefern ca. 220.000 Menschen in Krefeld

Leistungsfähigkeit des Wassersystems
Netzlänge: 836 Km
Wassermenge: 11 Mio. Kubikmeter/Jahr

Gewinnung und Aufbereitung

Wir engagieren uns konsequent für den Ressourcenschutz in unserer Region und erhalten so die hervorragende Qualität unseres Wassers.

Das Krefelder Trinkwasser wird ausschließlich aus Grundwasser gewonnen. Grundwasser steht in ausreichender Menge und guter Qualität zur Verfügung. Es wird nur in der Menge gefördert, die durch die natürliche Grundwasserneubildung wieder ausgeglichen wird.

Zur Trinkwassergewinnung und -aufbereitung betreiben wir:

  • sieben Wassergewinnungsanlagen
  • 41 Brunnen
  • zwei Wasserwerke

In den beiden Wasserwerken wird das Wasser schonend aufbereitet. Dabei werden dem Grundwasser Kohlensäure, Eisen und Mangan entzogen und es wird mit Sauerstoff angereichert. So entspricht das Trinkwasser jederzeit den strengen Anforderungen der Trinkwasserverordnung.

Desinfektionsverfahren

Im Normalfall ist eine Desinfektion des aufbereiteten Wassers nicht erforderlich. Sollte jedoch ausnahmsweise eine Notdesinfektion notwendig werden, kommt Chlorbleichlauge zum Einsatz.

NGN Trinkwasseranalyse Aufbereitung

Wasserwerke und Enthärtung

Die hohe Wasserqualität in Krefeld sichern wir durch eine zusätzliche Enthärtung. Mit 13° dH bietet es mehr Komfort als härteres Wasser.

Das Grundwasser im Bereich der Niederrhein-Terrasse gehört zu den harten Grundwässern. Niederschlagswasser löst beim Versickern in den Erdboden Mineralien auf. Das Grundwasser enthält so einen hohen Anteil an Kalzium und Magnesium.

Aus diesem Grund nehmen wir seit 2013 zusätzlich zu den über die Trinkwasserverordnung vorgeschriebenen Maßnahmen eine Enthärtung des Rohwassers vor. Das Trinkwasser in Krefeld besitzt einen Härtegrad von 13°dH und liegt damit im Härtebereich „mittel“.

Dies verringert die Verkalkung der Installationen, spart Wasch- und Reinigungsmittel und senkt den Energieverbrauch bei der Wassererwärmung.

Untersuchungsergebnisse der Trinkwasseranalyse

Infos über Risikomanagement

Als Betreiber einer kritischen Infrastruktur schützen wir die Anlagen und Netze vor potenziellen Risiken. Unser Handeln basiert dabei auf den Vorgaben der zuständigen staatlichen Behörden und den fachlichen Empfehlungen des DVGW.

Die regelmäßigen Untersuchungen des Trinkwassers werden nach den Vorgaben der Trinkwasserverordnung durchgeführt. Die Trinkwasseranalysen zeigen, dass die Qualitätsanforderungen sicher eingehalten werden.

Zur Sicherung der kritischen Infrastrukturen gegenüber möglichen Gefährdungen ist gemäß § 34 der Trinkwasserverordnung ein Risikomanagementsystem als Überwachungssystem bis zum 12.01.2029 aufzubauen. Hierbei wird der Blick auf die gesamte Prozesskette der Wasserversorgung vom Einzugsgebiet über die Rohwasserressource zur Wassergewinnung, der Aufbereitung, der Speicherung sowie der Verteilung bis hin zur Trinkwasser-Installation beim Verbraucher geschärft. In allen Teilbereichen der Wasserversorgung soll zukünftig eine Risikoabschätzung sowie ein Risikomanagement durchgeführt werden. Durch die Kontrolle der gesamten Prozesskette soll die Gefahr schädlicher Auswirkungen durch Umweltverschmutzung auf die menschliche Gesundheit sowie auf die Grundwasserressourcen weitestmöglich eingedämmt werden.

Technisches Sicherheitsmanagement (TSM)

Ende November 2025 hat die NETZGESELLSCHAFT NIEDERRHEIN MBH, die turnusmäßige, alle 6 Jahre stattfindende TSM-Überprüfung des DVGW erfolgreich abgeschlossen. TSM steht für Technisches Sicherheits-Management.

Wasserverlustzahlen (ILI)

Der Infrastructure Leakage Index (ILI) ist ein international anerkanntes Maß zur Bewertung der Effizienz eines Wasserversorgungsnetzes in Bezug auf Wasserverluste. Der ILI wird berechnet, indem der tatsächliche Wasserverlust mit dem theoretischen Mindestverlust (UARL) verglichen wird:

ILI = Tatsächlicher Wasserverlust / UARL

  1. Tatsächlicher Wasserverlust: Dies ist die Menge an Wasser, die aufgrund von Leckagen, Rohrbrüchen oder anderen physischen Verlusten im Netz verloren geht. Diese Daten können durch Messungen oder Schätzungen ermittelt werden.
  2. UARL (Unavoidable Annual Real Losses): Der UARL ist der theoretisch niedrigste Wasserverlust, der unter optimalen Bedingungen erreicht werden könnte. Er wird anhand einer Formel berechnet, die mehrere Faktoren des Wasserversorgungsnetzes berücksichtigt, wie z. B.:
    - Länge des Rohrnetzes (in Kilometern),
    - Anzahl der Hausanschlüsse,
    - durchschnittlicher Druck im Netz (in Metern Wassersäule).


Klassifizierung ILI-Werte gemäß DVGW Arbeitsblatt W400

ILI < 2: Sehr effizient. Das Netz weist sehr geringe Wasserverluste auf, und weitere Maßnahmen zur Verlustreduktion sind möglicherweise unwirtschaftlich.

ILI 2–4: Effizient. Die Wasserverluste sind moderat, und Maßnahmen zur weiteren Reduktion sollten geprüft werden.

ILI > 4: Verbesserungsbedarf. Das Netz zeigt deutliche Ineffizienzen, und Maßnahmen zur Reduktion der Verluste sind erforderlich.


Wasserverlustzahl (ILI) im Wassernetz Krefeld:

ILI in 2025: Liegt noch nicht vor

ILI in 2024: Liegt noch nicht vor

ILI in 2023: Liegt noch nicht vor

ILI in 2022: 1,9

Empfehlungen zum Wasserverbrauch

Mann trinkt Wasser

Im Bundesdurchschnitt liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei derzeit 125 Liter (Quelle: BDEW, 2022). Der Umgang mit Trinkwasser sollte grundsätzlich sorgsam erfolgen. Hier einige Tipps:

Allgemein:

  • Warmwasser sparen hat den größten Umweltnutzen, da viel Energie für die Erwärmung des Wassers benötigt wird.
  • Zum sorgsamen Umgang mit Wasser gehört insbesondere der qualitative Aspekt.

Daher gilt:

  • Wasch- und Reinigungsmittel sparsam dosieren.
  • Biologisch abbaubare Produkte und Reinigungsmittel verwenden.
  • Keine Abfälle, Medikamente, Farben oder Lacke in die Toilette oder Spüle entsorgen.

Im Haushalt:

  • Geschirrspüler und Waschmaschine nur voll beladen verwenden.
  • Duschen statt ein Vollbad nehmen.
  • Waschmittel entsprechend der Wasserhärte und Verschmutzung richtig dosieren.
  • Keine Schadstoffe (z.B. Farbreste, Medikamente) in die Toilette oder Spüle.

Im Garten:

  • Gießen Sie nur nachts oder in den kühleren Morgen- und Abendstunden.
  • Sammeln Sie Regenwasser und nutzen Sie es zum Gießen.
  • Gießen Sie effizient: direkt an die Wurzeln statt auf die Blätter.
  • Lieber seltener, aber durchdringend gießen, anstatt täglich wenig. Beachten Sie regionale Gießempfehlungen und beobachten Sie die Pflanzen.
  • Verzichten Sie möglichst auf chemische Pflanzenschutzmittel.

Am Pool:

  • Befüllen Sie den Pool möglichst vor Trockenperioden und nur nachts.
  • Decken Sie den Pool bei Nichtbenutzung ab, um Verdunstung und Verunreinigung zu vermeiden.

Empfehlungen zur Vermeidung von Beeinträchtigungen durch stagnierendes Trinkwasser

Wasserhahn

Wie gehe ich im Alltag richtig mit Trinkwasser um?

Frisches, klares Trinkwasser ist ideal zum Trinken sowie zur Zubereitung von Speisen und Getränken. Da Trinkwasser ein Naturprodukt ist, kann es sich bei längerer Stagnation in den Leitungen verändern – insbesondere bei steigenden Temperaturen.

Tipp: Lassen Sie das Wasser vor der Nutzung so lange laufen, bis es kühl und frisch aus dem Hahn fließt. Dies wird auch vom Umweltbundesamt empfohlen.

Vermeidung von Stagnation

Im öffentlichen Leitungsnetz sorgt die NGN dafür, dass es in den Versorgungsleitungen nicht zu Stagnation kommt. In Gebäuden ist der Betreiber der Trinkwasser-Installation (in der Regel der Hauseigentümer oder Vermieter) dafür verantwortlich, dass das Trinkwasser auf seinem Weg vom Wasserzähler zu den Zapfstellen hygienisch einwandfrei bleibt und die Anforderungen der Trinkwasserverordnung erfüllt werden.

Warum ist das wichtig?

Bei längerer Verweildauer des Wassers in den Leitungen können sich Stoffe aus den Materialien der Trinkwasserinstallation lösen. Steigende Temperaturen in den Leitungen können das Wachstum unerwünschter Keime fördern.

Was können Sie tun?

Nach längeren Standzeiten ohne Wasserentnahme (zum Beispiel nach einem Urlaub) sollten Sie alle Entnahmearmaturen (Kalt- und Warmwasser) nacheinander vollständig öffnen, um das stagnierende Wasser auszutauschen.
Achten Sie darauf, dass das Wasser kühl aus der Leitung fließt – dies ist ein Zeichen für frisches Wasser.

Maßnahmen bei längerer Nicht-Nutzung der Trinkwasser-Installation

Wenn die Trinkwasser-Installation für längere Zeit nicht genutzt wird, sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:

Zeit ohne Betrieb: mehr als 4 Wochen

  • Absperrarmaturen hinter dem Wasserzähler schließen.
  • Bei Wiederinbetriebnahme: vollständigen Wasseraustausch durchführen.


Zeit ohne Betrieb: mehr als 6 Monate

  • Absperrarmaturen hinter dem Wasserzähler schließen.
  • Bei Wiederinbetriebnahme: vollständigen Wasseraustausch durchführen.
  • Zusätzlich: mikrobiologische Kontrolle des Wassers empfohlen.


Zeit ohne Betrieb: mehr als 1 Jahr

  • Hausanschlussleitung physisch von der Versorgungsleitung trennen.
  • Wiederanschluss durch die Stadtwerke durchführen lassen.

Mit diesen Maßnahmen stellen Sie sicher, dass Ihr Trinkwasser stets frisch, hygienisch und unbedenklich bleibt. Sollten Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

Konzernstruktur des Wasserversorgers

Wasserpreis

Der Trinkwasser-Tarif steht für Ausgewogenheit zwischen festen und variablen Preisbestandteilen:

  • verursachergerechtere Preisgestaltung
  • Abbildung der fixen Kosten
  • Senkung des Mengenpreises


Der Tarif besteht aus

  • einem Systempreis, der die Kosten für den Betrieb und Vorhaltung des Wasserversorgungssystems abbildet,
  • und einem Mengenpreis für die gelieferte Wassermenge.

Der Systempreis wird für Haushaltskunden nach Wohneinheiten berechnet, für gewerbliche Kunden nach Verbrauchsklassen.

Hier können Sie unser aktuelles Wasserpreisblatt herunterladen.